26. April 1942

Welthauptstadt germania 07
Film­mo­dell der Gro­ßen Hal­le (auch Ruh­mes­hal­le oder Volks­hal­le) mit dem Gro­ßen Be­cken, Teil der Aus­stel­lung My­thos Ger­ma­nia“ und Tem­pel­stadt“ Nürn­berg im Nürn­ber­ger Do­ku­men­ta­ti­ons­zen­trum Reichs­par­tei­tags­ge­län­de (7.04.2011 – 11.09.2011), Bild: Ka­ter­Be­ge­mot, 2.05.2011, CC BY 3.0 Un­por­ted At­tri­bu­ti­on Li­zenz, 06.2017.

[420426-​1-​1]

[Sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 26. April 1942

Her­zelein! Mein lie­bes teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Ein Sonn­tag will wie­der zu Ende ge­hen. Der nächs­te ist nun schon ein Mai­en­sonn­tag. Früh­ling und Mai­en wird wie­der. Aber in wes­sen Herz es nicht Früh­ling und Mai­en ist, den stimmt das Blü­hen und Froh­sein rings­her [sic] nur trau­ri­ger. Und ein Herz voll Son­ne und Glück über­strahlt auch den dun­kels­ten Win­ter­tag. Wei­ter­le­sen!

Historical Drama about Hilde and Roland in English

[deut­sche Fas­sung des Posts sie­he un­ten]

Love in the Age of Hitler: A Courtship in Letters, 1938-​1940

An his­to­ri­cal dra­ma by K. Scott Baker, An­drew Stuart Ber­ger­son, and De­bo­rah Par­ker.

The let­ters of Hil­de and Ro­land lend them­sel­ves to ad­ap­tati­on as an his­to­ri­cal dra­ma for many re­a­sons. The­re is dra­ma in their self-​presentation as let­ter wri­ters, in the chal­len­ges they face at buil­ding their re­la­ti­ons­hip, and in their strug­gles to come to terms with both the Nazi re­gime and its in­crea­singly ge­n­o­ci­dal war for li­ving space’. Ad­ap­t­ing the­se let­ters to the thea­ter in trans­la­ti­on al­lows us to bring the T&S pro­ject to an English-​speaking au­di­ence for the first time.

Schau­spiel Pro­be, Kan­sas City, MO, USA, Mai 2017

In Fall 2016, the in­ter­na­tio­nal T&S team iden­ti­fied the most dra­ma­tic” let­ters from the ye­ars 1938 to 1940—the pe­ri­od of Hil­de and Roland’s courtship. In the Win­ter of 2016-​17, an Ame­ri­can team trans­la­ted a selec­tion of let­ters (in who­le or in part) and draf­ted a two-​act reader’s thea­ter” style play from them. Bea­te Pet­ti­g­rew di­rec­ted the play with a cast of stu­dents from John­son Co­un­ty Com­mu­ni­ty Col­le­ge in Over­land Park, KS. The play pre­mie­red on 20 May 2017 at the Dias­to­le Scholar’s Cen­ter on UMKC cam­pus. (A se­cond free, pu­blic per­for­mance of the play will take place June 4 at 2 PM in Grant Re­ci­tal Hall on UMKC Cam­pus.)

At its pre­mier, the play was per­for­med in the con­text of a work­shop Wri­ting Yours­elf into Histo­ry.” The work­shop brought scho­l­ars, stu­dents, and Kan­sas City re­si­dents to the Dias­to­le Scholar’s Cen­ter in or­der to view the play and re­spond to it.  The par­ti­ci­pants were in­vi­ted to watch a se­ries of short, di­gi­tal lec­tures that framed the play for non-​specialists. Af­ter at­ten­ding each act, the work­shop par­ti­ci­pants were in­vi­ted to dis­cuss the play in groups with dis­cus­sion lea­ders. At the end of the work­shop, in­di­vi­du­al par­ti­ci­pants were in­ter­view­ed about their re­spon­ses to Hil­de & Roland’s lives; their let­ters; and the play; and they were also promp­ted to re­la­te Hil­de & Roland’s histo­ry to their or their family’s ex­pe­ri­en­ces and to ex­plo­re the me­a­nings that this past might hold for our pre­sent.

A di­gi­tal re­cord of this play and work­shop is avail­ab­le on T&S’s You­Tube chan­nel in­clu­ding:

1. The in­tro­duc­to­ry lec­tures (play­list: Wri­ting Yours­elf into Histo­ry).

2. A filmed ver­si­on of the pre­mier per­for­mance (on the same play­list: forth­co­m­ing).

3. A do­cu­men­ta­ry film fo­cu­sing on the re­cep­ti­on of the play by the au­di­ence in both group dis­cus­sions and in­di­vi­du­al re­spon­ses (on the same play­list: forth­co­m­ing).

The Hu­ma­nities Con­sor­ti­um of UMKC is spon­so­ring this pro­gram with co­ope­ra­ti­on of the UMKC de­part­ments of Ger­man, Histo­ry, and Theat­re; the UMKC School of Gra­dua­te Stu­dies; the High School/​College DualCredit Part­nership; John­son Co­un­ty Com­mu­ni­ty Col­le­ge; the Lee’s Sum­mit School Dis­trict; the Mid­west Cen­ter for Ho­lo­caust Edu­ca­ti­on; the Shepherd’s Cen­ter KC Cen­tral; and the Mis­sou­ri Hu­ma­nities Coun­cil with the sup­port from the Na­tio­nal En­dow­ment for the Hu­ma­nities.


Ein his­to­ri­sches Thea­ter­stück über Hil­de und Ro­land in eng­li­scher Spra­che

Love in the Age of Hit­ler: A Courtship in Let­ters, 1938-​​1940

Ge­schrie­ben von K. Scott Baker, An­drew Stuart Ber­ger­son und De­bo­rah Par­ker

Die Ge­schich­te von Ro­land und Hil­de als eng­lisch­spra­chi­ges Thea­ter­stück auf die Büh­ne zu brin­gen, macht es erst­mals mög­lich ei­nem fremd­spra­chi­gen Pu­bli­kum das T&S-Projekt an­schau­lich zu prä­sen­tie­ren. Die Brie­fe bie­ten in meh­re­rer Hin­sicht Stoff für ein viel­schich­ti­ges Stück:  Ei­ner­seits Hil­des und Ro­lands Selbst­prä­sen­ta­ti­on als Brief­schrei­ber und an­de­rer­seits die Her­aus­for­de­rung ei­ner sich lang­sam ent­wi­ckeln­den Lie­bes­be­zie­hung vor dem Hin­ter­grund ei­nes na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Re­gimes, das zu­neh­mend völ­ker­mör­de­ri­sche Po­li­tik be­treibt.

Im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res hat das T&S-Team mit der Er­ar­bei­tung des Thea­ter­stü­ckes be­gon­nen: Aus ei­ner Aus­wahl von Brie­fen zwi­schen 1938 bis 1940, die voll­stän­dig oder teil­wei­se über­setzt wur­den, ent­stand ein Stück aus zwei Ak­ten. Bea­te Pet­ti­g­rew, Pro­fes­so­rin am John­son Coun­ty Com­mu­ni­ty Col­le­ge in Over­land Park, über­nahm die In­sze­nie­rung des Stü­ckes, das sie mit ih­ren Schau­spiel­stu­den­ten be­setz­te.

Am 20. Mai 2017 war es so­weit: Love in the Age of Hit­ler” fei­er­te Pre­mie­re. Ein­ge­bet­tet in den Work­shop Wri­ting Yours­elf into Histo­ry”, konn­ten die jun­gen und äl­te­ren Teil­neh­mer nicht nur das Stück an­schau­en, son­dern an­schlie­ßend in ge­führ­ten Dis­kus­si­ons­grup­pen ihre Ge­dan­ken und Mei­nun­gen aus­tau­schen. In ab­schlie­ßen­den Ein­zel­in­ter­views, wur­den die Re­zi­pi­en­te noch­mals ge­zielt nach ih­rer Mei­nung über Hil­de und Ro­land, das Stück so­wie per­sön­li­chen Par­al­len und mög­li­chen Ge­gen­warts­be­zü­gen be­fragt.

Eine di­gi­ta­le Do­ku­men­ta­ti­on des Stü­ckes, als auch des Work­shops ist auf dem You­Tube Ka­nal von T&S zu fin­den:

  1. Ein­füh­ren­de Er­läu­te­run­gen (play­list: Wri­ting Yours­elf into Histo­ry).
  2. Auf­zeich­nung des Thea­ter­stücks (in Ar­beit)
  3. Eine Do­ku­men­ta­ti­on des Work­shops (in Ar­beit)

21. März 1942

Das Herz der Königin, Deutschland 1939/1940, Spielfilm
Das Herz der Kö­ni­gin, Deutsch­land 1939/​1940, Spiel­film, Bild: Za­rah Le­an­der, Wil­ly Bir­gel, Lot­te Koch (v.l.n.r.), Quel­le: Murnau-​Stiftung, DIF, über film​por​tal​.de, 05.2017

[420321-​1-​1]

[Sa­lo­ni­ki] Sonn­abend, den 21. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Sonn­abend­abend ist. Ganz al­lein sit­ze ich im Zim­mer bei der Steh­lam­pe – Ka­me­rad K. ging ins Kino – eine Stu­be ganz al­lein, ei­nen Ofen, eine Lam­pe, es ist doch wie im Frie­den, nicht schlech­ter als in mei­ner Jung­ge­sel­len­zeit. Wie gut ha­ben wir es! Das wol­len wir im­mer be­den­ken. Wei­ter­le­sen!

21. März 1942

[420321-​2-​1]

Sonn­abend, am 21.III.42

Mein Her­zens­schät­ze­lein!

Heu­te, an Va­ters Ge­burts­tag bin ich wie­der zu­haus[‘]! Wei­ter­le­sen!

19. March 1942

[420319-​1-​1]

[Sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 19. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Her­zelein! In Dei­nem lie­ben Diens­tag­bo­ten sprichst Du mir noch ein­mal von den Mög­lich­kei­ten ei­ner Dienst­ver­pflich­tung. Sie steht im Hin­ter­grund wie sei­ner­zeit das Ge­spenst mei­ner Ein­be­ru­fung. Ach Ge­lieb­te, ich kann noch gar nicht an die­ses Ge­spenst glau­ben. Wei­ter­le­sen!